3 Google Ads Einstellungen, die dein Budget verschwenden

Google Ads ist eines der mächtigsten Werkzeuge im digitalen Marketing, doch für viele Werbetreibende gleicht die Plattform oft einem Fass ohne Boden. Das Problem liegt meist nicht an den Anzeigen selbst oder am Angebot, sondern an tief im System versteckten Standardeinstellungen. Google ist darauf programmiert, eine maximale Reichweite zu erzielen, während Unternehmen eigentlich Kontrolle und Profitabilität benötigen.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Werbebudget „verpufft“, ohne die gewünschten Conversions zu liefern, liegt das oft an der mangelnden Kontrolle über die Ausspielung. In diesem Artikel analysieren wir drei spezifische Einstellungen, die standardmäßig oft falsch konfiguriert sind, und zeigen dir, wie du sie korrigierst, um sofort mehr aus jedem investierten Euro herauszuholen.


Die Falle der Standortoptionen: Warum deine Werbung in den falschen Regionen erscheint

Der erste große Budgetfresser findet sich in den Standorteinstellungen deiner Kampagne. Viele Werbetreibende wählen zwar ihr Zielgebiet aus – zum Beispiel Deutschland oder eine spezifische Region – übersehen dabei aber die feineren „Standortoptionen“, die sich erst in einem Untermenü öffnen.

Standardmäßig ist Google Ads auf die Option „Präsenz oder Interesse“ eingestellt. Das klingt harmlos, bedeutet aber in der Praxis: Deine Anzeige wird nicht nur Personen angezeigt, die sich physisch in deiner Zielregion befinden, sondern auch jenen, die laut Google ein „Interesse“ an dieser Region gezeigt haben. Das kann dazu führen, dass jemand in einem ganz anderen Land deine Anzeige sieht, nur weil er nach Begriffen gesucht hat, die mit deinem Standort in Verbindung stehen. Für ein lokales Unternehmen oder einen Dienstleister, der nur regional agiert, ist jeder Klick aus einer fernen Region reiner Verlust.

Die Lösung: Navigiere in die Kampagneneinstellungen zu den Standortoptionen. Ändere die Auswahl von „Präsenz oder Interesse“ auf „Präsenz“. Damit stellst du sicher, dass nur Nutzer deine Werbung sehen, die sich tatsächlich physisch in dem von dir definierten Gebiet aufhalten. Zusätzlich solltest du regelmäßig den Standortbericht unter „Statistiken und Berichte“ prüfen. Wenn du dort Städte entdeckst, die Kosten verursachen, aber keine Ergebnisse liefern, kannst du diese gezielt ausschließen.


Keyword-Streuverluste minimieren: Der Kampf gegen zu weit gefasste Suchbegriffe

Einer der größten Hebel für die Effizienz deiner Kampagnen ist die Wahl der Keywords und deren passende Optionen. Viele Einsteiger machen den Fehler, sehr allgemeine Begriffe zu verwenden, was zu einer Flut an irrelevantem Traffic führt. Google generiert dadurch viele Klicks, aber für dich bedeutet es oft Kosten ohne echte Kaufabsicht der Nutzer.

Besonders riskant ist die ausschließliche Nutzung von „Weitgehend passend“ (Broad Match), ohne eine solide Liste an auszuschließenden Keywords zu pflegen. Wenn dein Werbebudget begrenzt ist, solltest du stattdessen auf präzisere Keyword-Optionen wie „Passende Wortgruppe“ (Phrase Match) oder „Genau passend“ (Exact Match) setzen. Dies reduziert den Streuverlust massiv, da Google weniger Spielraum hat, deine Anzeigen bei nur entfernt verwandten Suchanfragen auszuspielen.

Ein weiteres kritisches Element sind die negativen Keyword-Listen. Du solltest regelmäßig den Suchbegriff-Bericht prüfen, um zu sehen, welche tatsächlichen Anfragen deine Anzeigen ausgelöst haben. Findest du Begriffe, die nichts mit deinem Produkt zu tun haben (z. B. „kostenlos“, „Ausbildung“ oder „Test“), füge diese sofort als auszuschließende Keywords hinzu. Da Google heutzutage viele Suchbegriffe unter „Sonstige“ versteckt, ist eine proaktive Pflege von Ausschlusslisten wichtiger denn je, um die Kontrolle über das Budget zu behalten.


Optimiertes Targeting deaktivieren: Wenn Google deine Zielgruppen-Vorgaben ignoriert

Die dritte und wohl am tiefsten versteckte Einstellung betrifft vor allem Display- und Videokampagnen: das „Optimierte Targeting“. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert und gibt Google die Erlaubnis, deine sorgfältig gewählten Zielgruppenvorgaben zu ignorieren, wenn der Algorithmus glaubt, außerhalb deiner Zielgruppe bessere Chancen auf Conversions zu finden.

Was theoretisch nach künstlicher Intelligenz klingt, ist in der Praxis oft kontraproduktiv – besonders bei Remarketing-Kampagnen. Stell dir vor, du möchtest gezielt Nutzer ansprechen, die bereits auf deiner Website waren. Wenn das optimierte Targeting aktiviert ist, weitet Google die Ausspielung auf völlig neue Nutzer aus. Damit verliert die Kampagne ihren eigentlichen Fokus als Remarketing-Instrument.

So findest du die Einstellung: Diese Option ist auf der Anzeigengruppenebene versteckt. Du musst in deine Display- oder Videokampagne gehen, die entsprechende Anzeigengruppe auswählen und dort in die Einstellungen zur Ausrichtung navigieren. Dort kannst du das „Optimierte Targeting“ deaktivieren. Es empfiehlt sich, diese Funktion gerade zu Beginn einer Kampagne auszuschalten, um erst einmal saubere Daten basierend auf deiner definierten Zielgruppe zu sammeln. Erst wenn die Kampagne stabil läuft, kann man diese Funktion testweise aktivieren, um weiteres Potenzial zu prüfen.


Fazit: Kontrolle ist der Schlüssel zum Erfolg

Erfolgreiches Google Ads Management bedeutet nicht, möglichst viel Reichweite zu erzielen, sondern die richtige Reichweite. Indem du die Standortoptionen auf „Präsenz“ umstellst, deine Keyword-Optionen präziser wählst und das optimierte Targeting zu Beginn deaktivierst, nimmst du das Heft des Handelns wieder in die Hand. Diese Anpassungen sorgen dafür, dass dein Budget dort landet, wo es hingehört: bei potenziellen Kunden, die tatsächlich an deinem Angebot interessiert sind.

Google-Anzeigenstratege

Marc Kugge

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